Dezember 2006: Ernst Carl aus’m Weerth

Ernst Carl aus’m Weerth wurde 1829 als Sohn eines Textilfabrikanten und Landtagsabgeordneten in Bonn geboren. Er war der erste Kunstwissenschaftler, der die Denkmäler der Rheinprovinz systematisch erforschte. Mit seinem Hauptwerk über die Kunstdenkmäler des christlichen Mittelalters in den Rheinlanden begann er 1857. Er gründete das Bonner Provinzialmuseum, dessen erster Leiter er von 1876 bis 1883 war.

November 2006: Arnold Schumacher

Arnold Schumacher wurde 1901 in Düsseldorf geboren. Ihm ist es zu verdanken, dass 1937 die Hilfsstelle für nichtarische Christen gegründet wurde, die Hunderten von rassisch Verfolgten Hilfe und Auswanderungsmöglichkeiten verschaffte. 1950 wählte ihn das Presbyterium der Evangelischen Gemeinde Bonn in der Lutherkirche zu ihrem Gemeindepfarrer.

Oktober 2006: Hans Riegel

Hans Riegel wurde 1893 in Friesdorf geboren. 1920 machte er sich in bescheidenen Verhältnissen selbstständig, doch mit der Umstellung der Produktion auf “Gummibärchen” und “Süße Teufel” kam der Durchbruch zum wirtschaftlichen Erfolg.

September 2006: Hermann Milde

Hermann Milde wurde 1890 in Bescheid/Eifel geboren. 1932 kam er nach Kessenich an die Pfarre St. Nikolaus, wo er sich besonders der Jugend und der Bekenntnisschule widmete. Seine mutigen Predigten und seine sportlichen Aktivitäten mit der Kirchenjugend führten häufig zu Auseinandersetzungen mit den Nazis.

August 2006: Friedrich Wilhelm Franz Wolter

Friedrich Wilhelm Franz Wolter wurde 1838 in Bonn geboren. 1884 wurde Franz Wolter an die Kessenicher St. Nikolaus-Pfarre als Pfarrverwalter und anschließend als Pfarrer versetzt. Mehrere Jahre war er zugleich Mitglied der städtischen Schuldeputation und von 1903 bis 1909 Erster Definitor des Dekanates Bonn.

Juli 2006: Felix Hausdorff

1910 erhielt Felix Hausdorff einen Ruf als Extraordinarius an die Bonner Universität, ab 1921 als Ordinarius. An der Bonner Universität blieb er bis zu seiner Zwangsemeritierung 1935, die wegen seiner jüdischen Herkunft aufgrund der “Nürnberger Rassengesetze” von 1935 erfolgte. Die Stadt Bonn ehrte Felix Hausdorff 1949 durch Umbenennung der Hindenburgstraße in “Hausdorffstraße”.

Juni 2006: Margarete Grundmann

Margarete Grundmann heiratete 1947 den Buchhändler und Verleger Herbert Grundmann. Ihr soziales Engagement konzentrierte Margarete Grundmann auf die Betreuung alter Menschen. Sie gründete für Bonn die Aktion “Essen auf Rädern” und in Bonn die Beratungsstelle “Pro Familia” aufgebaut. Am 11. Mai 1981 starb Margarete Grundmann in ihrem Kessenicher Haus. Sie wurde auf dem Kessenicher Bergfriedhof begraben.

Mai 2006: Johann Joseph Eichhoff

Johann Joseph Eichhoff wurde1762 als Sohn des kurfürstlichen Mundkoch in Bonn geboren. 1800 wurde er zum Maire der Stadt Bonn ernannt. Bereits 1802 folgte die Ernennung zum Unterpräfekt des Arrondissements Bonn. 1811 wurde er zum Generaldirektor der Rheinzollverwaltung ernannt, wodurch er in den Rheinlanden keinen Vorgesetzten mehr hatte. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Kessenich, wo er ein Landhaus in der Mechenstraße 64 erworben hatte.

April 2006: Ferdinand Büttinghausen

Ferdinand Büttinghausen wurde 1868 in Kessenich geboren. Er lebte in Kessenich als Bauunternehmer und als Asphalt- und Zementfabrikant. Die Stadt Bonn ehrte ihn durch Umbenennung von Schurz- und Kinkelstraße in “Büttinghausenstraße”, die die Burbacher Straße mit der Mechenstraße verbindet.

März 2006: Eduard Otto

1910 wurde Eduard Otto an die Bonner Nordschule berufen. Kurz danach wechselte er nach Kessenich an die “Schule an der Schumannstraße”, die 1930 in Hindenburgschule umbenannt worden ist. 1978 wurde die Sandtstraße in Kessenich in Eduard-Otto-Straße umbenannt. Die Stadt Bonn ehrte damit einen Lehrer, der sich als Pädagoge um die Kessenicher Jugend verdient gemacht hat.


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